Zweisprachigkeit/dvojezičnost

Im Schuljahr 2009/10 haben wir uns schließlich dazu entschlossen, den zweisprachigen Unterricht betreffend, einen neuen Weg einzuschlagen.

Bei der Entwicklung eines neuen Sprachenkonzeptes für unsere Schule diente uns das Sprachenmodell, das an der öffentlichen zweisprachigen Volksschule 24 in Klagenfurt erprobt und erfolgreich angewendet wird, als Modell. Wir durften an der VS 24 "schnuppern" und holten uns in Gesprächen mit dem Direktor und den dort unterrichtenden Lehrer/innen Ratschläge und Unterstützung für die Entwicklung unseres eigenen Konzeptes.

Unser neues Sprachenmodell ist ein immersives und sieht vor, dass die Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum in einer Sprache bleiben, in ein sog. "Sprachenbad" eintauchen. In unserem Modell bedeutet das konkret, dass die Unterrichtssprache wöchentlich gewechselt wird: Eine Woche wird der Unterricht in deutscher, die darauf folgende Woche in slowenischer Sprache gehalten. Dieses Modell ermöglicht eine ausgewogene Verwendung beider Sprachen und hat den Vorteil, dass die Kinder über einen längeren Zeitraum in einer Sprache verbleiben (Immersion).

Wir erproben unser Sprachenmodell im Schuljahr 2010/11 erstmals in zwei Klassen (1.b und 3.b), in denen alle Kinder zum zweisprachigen Unterricht angemeldet sind. Damit sich Kinder, Lehrer/in und Eltern daran gewöhnen können, gibt es eine Anlaufphase: Bis Weihnachten gibt es einzelne Tage, an denen die Unterrichtssprache Slowenisch ist, d.h. die Klassenlehrerin, der Klassenlehrer, die Religionslehrerin sprechen an diesen Tagen ausschließlich Slowenisch, die Schülerinnen und Schüler werden dazu motiviert und animiert je nach Können Slowenisch zu sprechen. Verstehen die Kinder etwas nicht, dürfen sie natürlich nachfragen und der Lehrer bzw. die Lehrerin versucht mit Hilfe von Gestik und Mimik so lange und so einfach zu erklären, bis er/sie verstanden wird. Zusätzlich "assistieren" die Kinder, die entweder muttersprachlich zweisprachig sind oder schon Vorkenntnisse aus dem zweisprachigen Kindergarten haben. Entscheidend ist, dass der Unterricht ein kommunikativer ist, in den die so wichtige Alltagssprache einfließt. Hausübungen und diverse schriftliche Überprüfungen werden so gestellt, dass die Kinder diese ohne Hilfe erledigen können. Unser Sprachenmodell wird auch wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Was können die Eltern (die Erwachsenen) dazu beitragen, dass unser Modell gelingt?

Gute Erziehung ist gute Spracherziehung! Das Gehirn lernt fast nie wertneutral, unser Gehirn ist eher konservativ. Das Problem liegt für die Kinder nicht im Sprachenlernen an sich, entscheidend ist die Meinung, die wir als Erwachsene dazu haben. Wesentlich beim Erlernen von zwei oder mehreren Sprachen ist ein wertschätzend-forderndes Lernklima. Eltern können ihre Kinder positiv unterstützen, indem sie ihnen das Gefühl geben, dass es wertvoll und gut ist, dass sie so intensiv in beiden Sprachen lernen dürfen.

Erstmalig gibt es für Eltern auch die Möglichkeit, einen Slowenischkurs zu besuchen, der in unserer Schule stattfindet. Wir freuen uns sehr über das rege Interesse der Eltern!

Weitere Informationen zum Thema "Zweisprachiges Schulwesen in Kärnten":

www.2sprachigebildung.at

Naši novi modeli dvojezičnosti

Ker nismo bili čisto zadovoljni z znanjem slovenščine, ki so si ga učenci in učenke naše šole pridobili po štirih letih šolanja, smo od letošnjega šolskega leta 2010/11 v dveh razredih (v 1.b in 3.b) uvedli novi model dvojezičnosti. Ta model imenujemo "imerzivni" in se razlikuje od drugih v tem, da učence in učenke "potopimo" v jezikovno kopel. To pomeni, da ne menjamo več med jeziki kakor do sedaj, ampak da dalj časa ostanemo v enem jeziku. Ta model že nekaj let uspešno uporabljajo na dvojezični ljudski šoli 24 v Celovcu, kjer smo dobili vzgled in se pozanimali, kako bi ga lahko uvedli na naši šoli. Začeli smo s posameznimi slovenskimi urami, zdaj pa smo imeli že nekaj slovenskih dni. Do božiča pa bi radi imeli prvi slovenski teden, v katerem bo učni jezik slovenščina. V tem tednu bo učitelj z učenci in učenkami govoril samo slovensko. Učenci, za katere je slovenščina materin jezik, bodo asistirali učitelju, druge učence in učenke pa želimo spodbuditi, da vsaj spregovorijo nekaj slovenskih besed in stavkov. Pomembno je, da je pouk komunikativen in da učenci lahko eksperimentirajo z jezikom. Naš jezikovni model bo spremljal tudi znanstvenik. Kaj lahko starši oz. odrasli doprinašajo k temu, da naš novi model uspe? Dobra vzgoja je dobra jezikovna vzgoja. Čeprav večina staršev ni vešča slovenskega jezika, lahko z besedami in z vzpodbujanjem podpre učenje slovenščine. Letos imajo starši tudi prvič možnost, da obiščejo tečaj slovenščine, ki poteka na naši šoli. Zanimanje staršev je zelo veliko. Starši, ki pa imajo slovenščino za svoj materin jezik, prav tako lahko podpirajo naš model, s tem da recimo vabijo druge otroke na svoje domove in z njimi govorijo slovensko ali pa da jih nagovorijo v slovenščini. Prepričani smo, da bomo uspešni, če bo vsak doprinašal svoj delež.